Demut, Selbstvertrauen, Gottvertrauen – Maria (zu Lk 1,26-38)

Aus einer Ansprache zu einer Goldenen Hochzeit, die ich gestern halten durfte, ein Auszug:

Es ist die erste Erwähnung Marias im Lukasevangelium. Sie wird noch mehrfach erwähnt, aber schon diese Stelle zeigt einige Besonderheiten, an denen wir erkennen können: sie eignet sich sehr gut dazu, ein Vorbild im Glauben zu sein – auch für uns heute.

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Zum Rücktritt von Papst Benedikt XVI.

Papst Benedikt XVI. hat am 11.2.2013 seinen Rücktritt erklärt. In der Ansprache vor Kardinälen im Konsistorium (auf katholisch.de im Wortlaut) erklärte er seinen freien Verzicht für den 28.Februar 2013. Diese wahrhaft historische Entscheidung verlangt großen Respekt. Der letzte Rücktritt eines Papstes datiert auf 1294.

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Zusammenfassung von Meinrad Limbeck: alles Leid ist gottlos (18)

„Selig die Augen, die sehen …“ (Lk 10,23)

Warum tun wir uns so schwer mit dem Kampf gegen das Leid?

Ein Blick ins Neue Testament: Jesus und Johannes d.T. hatten beide dasselbe Ziel: Carpe diem, so dass das Ende nicht gefürchtet werden muss.

Jesus erlebte dann aber eine Wandlung. Er distanzierte sich nicht von Johannes, verkündete aber den Anbruch des Gottesreichs statt des bevorstehenden Strafgerichts. Er schärfte bei seinen Zuhörern den Blick für das Leben.

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Zusammenfassung von Meinrad Limbeck: alles Leid ist gottlos (17)

Auf dem Weg

(78)

Das Herrschen des Menschen lässt sich durchaus mit Natur-/Tier- und Umweltschutz in Einklang bringen, weil wir Menschen eingebunden sind in einen noch laufenden Prozess. Wir sind ein Teil des Ganzen, in Messgrößen erfassbar (Vgl. George V. Coyne SJ, Astronom des Papstes) und dennoch ungeheuer komplex, im Menschen hat der ordnende Wille „seine (bislang) höchste Verkörperung und Vergegenwärtigung erreicht“ (S. 78). Das Universum erreicht im Menschen die Fähigkeit, sich selbst zu reflektieren. Philosophisch ist der Mensch gewollt.

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Zusammenfassung von Meinrad Limbeck: alles Leid ist gottlos (16)

Der Mensch als Chaosmeister

Der Mensch als Ebenbild und Gleichnis Gottes? Der Mensch wird in Gen 1,1-2,4a als Gottesstatue bezeichnet, wie in Mesopotamien und Ägypten der König, „insofern er die Gottheit machtvoll und tätig repräsentierte“ (S. 73)

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Zusammenfassung von Meinrad Limbeck: alles Leid ist gottlos (15)

Im Chaos – Der Mensch im Leid

Der Mensch als Krone der Schöpfung? Die erste Schöpfungserzählung Gen 1,1-2,4a hat im Laufe der Geschichte die Haltung befördert, der Mensch sei von der Natur abgehoben. Gen 1,1-2,4a bezieht sich aber nicht auf diese konkrete Welt, was man daran sieht, dass alle Vegetarier sind. Diese Anweisung, nur Pflanzen zu verzehren, wird nach der Sintflut aufgehoben (Gen 9,2-4), und zwar in Kampfessprache ausgedrückt, d.h. die reale Welt ist gewalttätig, Kampf und Leid entspricht aber nicht Gottes ursprünglicher Intention!

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