Zusammenfassung von Meinrad Limbeck: alles Leid ist gottlos (20)

Gescheitert

Der Tod Jesu am Kreuz war so ernüchternd, dass man von Anfang versuchte, ihm einen Sinn zu geben.

Als Ursachen für Jesu Kreuzigung werden genannt:

  • der öffentliche Affront im Tempel
  • Kritik am traditionellen Kult, der nicht die Früchte hervorbrachte, nämlich Liebe zum „Bräutigam“ und untereinander

Jesus diskutierte nicht mit den Priestern und dem Hohen Rat, sondern stellte sie vor die Entscheidung, ihm zu glauben oder nicht. Die negative Reaktion der Priester und Schriftgelehrten ist verständlich und nicht einfach in schwarz und weiß zu unterteilen. Jesus sah für sich nur einen Weg: „warten, was kommen würde, und zu versuchen, sich und seine Begleiter darauf einzustellen – indem er mit ihnen ganz intensiv zusammen war und Mahl hielt“ und dann seinen Weg ging. Nach Mk sah sich Jesus im Moment des Todes als gott-los und gescheitert an. Jesus hatte seine Zeit falsch eingeschätzt. Es war nicht die Zeit der unmittelbaren Vollendung. Und: man konnte aus den Zeiten der Zeit aus guten Gründen zu anderen Schlüssen kommen als Jesus. An der Wurzel aber hatte Jesus Recht: Wenn es einen verlässlichen Weg gibt, das Reich Gottes zu verwirklichen, dann so wie er – eine Garantie für ein leidfreies Leben ist es allerdings nicht.

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