Das Bittgebet auf dem Prüfstand der Vernunft, Teil 4

Es handelt sich hierbei um ein Exzerpt aus: Saskia Wendel: Der ‚beständige Wunsch, ein würdiges Glied im Reiche Gottes zu sein‘ (I.Kant). Das Bittgebet auf dem Prüfstand der Vernunft, in: Magnus Striet (Hg.): Hilft beten? Schwierigkeiten mit dem Bittgebet. Freiburg im Breisgau 2010, 11-30

… Ein weiterer denkerischer Weg im Blick auf das Verständnis des Handelns Gottes …

Der Verzicht Gottes auf direkte Intervention in der Geschichte aus Achtung der menschlichen Freiheit

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Das Bittgebet auf dem Prüfstand der Vernunft, Teil 3

Es handelt sich hierbei um ein Exzerpt aus: Saskia Wendel: Der ‚beständige Wunsch, ein würdiges Glied im Reiche Gottes zu sein‘ (I.Kant). Das Bittgebet auf dem Prüfstand der Vernunft, in: Magnus Striet (Hg.): Hilft beten? Schwierigkeiten mit dem Bittgebet. Freiburg im Breisgau 2010, 11-30

… Ein weiterer denkerischer Weg im Blick auf das Verständnis des Handelns Gottes …

Die Absage an einen geschichtsmächtig handelnden Gott
Gott hat die Welt geschaffen, interveniert jedoch nicht (Deismus) → personales Gottesbild, Freiheit und Allmacht Gottes bleiben gewahrt.

Erwiderung:

  • Theodizee ist auch dadurch nicht geklärt: wer die Schöpfung ihrem Schicksal überlässt, wäre nicht gut.
  • immer noch anthropomorphes Gottesbild
  • widerspricht dem christlichen Gottesverständnis, dem zufolge Gott in der Geschichte handelt und sich selbst zum Teil der Geschichte macht

Das Bittgebet auf dem Prüfstand der Vernunft, Teil 2

Es handelt sich hierbei um ein Exzerpt aus: Saskia Wendel: Der ‚beständige Wunsch, ein würdiges Glied im Reiche Gottes zu sein‘ (I.Kant). Das Bittgebet auf dem Prüfstand der Vernunft, in: Magnus Striet (Hg.): Hilft beten? Schwierigkeiten mit dem Bittgebet. Freiburg im Breisgau 2010, 11-30

Mögliche Auswege im Blick auf das Verständnis des Handelns Gottes

Möglichkeit 1: Die Absage an ein personales Gottesverständnis
Das ist die Maximallösung: Abschied vom Bittgebet und vom personalen Gottesbild.(Spinoza): es gibt nur eine Substanz, das ist Gott. Gott folgt allein der Notwendigkeit seiner eigenen Natur. Alles andere fließt aus dieser Natur. Im Gebet spräche der Mensch „nicht zu einem von ihm unterschiedenen Gott, sondern zu sich selbst als [bloßem] Modus Gottes“ (S.19)

Erwiderung:

  • widerspricht der biblischen Tradition
  • monistische Metaphysiken können leicht naturalisiert werden → können nicht Basis einer religiösen Weltdeutung sein
  • klärt die Theodizee nicht: das Leid und das Böse müssten ja mit Notwendigkeit Teil des einen Absoluten sein

Das Bittgebet auf dem Prüfstand der Vernunft, Teil 1

Es handelt sich hierbei um ein Exzerpt aus: Saskia Wendel: Der ‚beständige Wunsch, ein würdiges Glied im Reiche Gottes zu sein‘ (I.Kant). Das Bittgebet auf dem Prüfstand der Vernunft, in: Magnus Striet (Hg.): Hilft beten? Schwierigkeiten mit dem Bittgebet. Freiburg im Breisgau 2010, 11-30

Wer das Bittgebet in Frage stellt, stellt anscheinend „auch den Glauben an einen Gott in Frage, der als Person kraft seiner Freiheit und seiner Allmacht dazu fähig ist, handelnd […] in die Geschichte, ja sogar in die Lebensläufe einzelner Menschen einzugreifen […]“ (11). Es gibt Kritik an der Praxis des Bittgebets, diese wird dargestellt und dann verschiedene Antwortmöglichkeiten aufgezeigt.

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Atempause – vom Mut, den Mund aufzumachen

Unter der Überschrift „Atempause“ biete ich jede Woche den Schülerinnen und Schülern der 9. und 10.Klasse eine Besinnung an: ein spiritueller Gedanke, meist verknüpft mit einem Song, manchmal mit einer Bibelstelle. Hier möchte ich einige in loser Folge veröffentlichen.

Gedanken: Vom Mut, den Mund aufzumachen

Dazu habe ich den Schülerinnen und Schülern ein Gedicht von Helga Kurowski vorgelesen, das hier veröffentlicht ist. Es heißt: Zivilcourage gibt’s nicht mehr.

Ich sage dazu: Jeder kann die Welt verändern, wenn er den Mut aufbringt, den Mund aufzumachen.

Emeli Sandé: Read all about