Eine Landkarte des Landes Israel zur Zeit Jesu

Für den Religionsunterricht der 5.Klasse habe ich eine Karte digital nachgezeichnet und mit Hinweisen versehen, so dass die Schülerinnen und Schüler einige Begriffe selbst eintragen können. Es hat im Unterricht zwar eine Weile gedauert, aber eigentlich ganz gut geklappt.

Hier die Karte: Landkarte Israels – die Lösung

Und hier das Arbeitsblatt mit den Hinweisen: Landkarte Israels mit Hinweisen

 

Eine Umfrage unter Erstkommunioneltern

Ich habe beim Elternabend eine Befragung von Erstkommunioneltern durchgeführt, was ihr Verhältnis zum Glauben und den gelebten Glauben in den Familien angeht.

Die Gesprächsrunde selbst beim Elternabend kam nur mühsam in Gang, es war zu spüren, dass es eine hohe Hemmschwelle gibt, über etwas so persönlich Empfundenes wie den Glauben in einer Runde zu sprechen, in der sich die meisten zwar kennen, aber nicht unbedingt ein allseitiges Vertrauen wachsen konnte.

Hier die ausführliche Auswertung:Umfrage Glauben

Und eine kurze Zusammenfassung:

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Glaube und Naturwissenschaft

Als Zusammenfassung für meine Schüler/innen der 9.Klasse zum Thema „Glaube und Naturwissenschaft“ habe ich folgenden Text verfasst:

  • Jedes Fach, jede Wissenschaft stellt bestimmte Fragen an die Wirklichkeit.
  • Die möglichen Antworten sind durch die Fragestellung bestimmt.
  • Aus den Antworten bildet jedes Fach ein Modell.
  • Das Modell ist eine vereinfachte Vorstellung von der Wirklichkeit, nicht die Wirklichkeit selbst.
  • Jedes Fach nimmt nur einen bestimmten Ausschnitt der Wirklichkeit wahr, niemals die ganze Wirklichkeit.
  • Es gibt eine große Chance zum Gespräch zwischen den Wissenschaften.

Philosophie und Religion fragen:

  • Was kann ich wissen?
  • Was soll ich tun?
  • Was darf ich hoffen?

Auf diese Fragen kann die Naturwissenschaft keine Antwort geben. Sie beschreibt die Wirklichkeit in Form von Modellen, die durch wiederholbare Experimente gewonnen und durch (mathematische) Regeln annähernd eingefasst werden können. Sie gibt daher Antworten auf die Frage nach dem „Wie?“

Kirchenrechtliche Gedanken zu den wiederverheiratet Geschiedenen, Teil 13

Schwierigkeiten des c. 915 nach Riedel-Spangenberger

  • schwere Sünde (peccatum grave) ist ein moraltheologischer Begriff, der im Codex nicht definiert wird.
  • nach c. 18 sind Gesetze, die die freie Ausübung von Rechten einschränken, eng auszulegen => es müssen die drei Voraussetzungen (Schwere, Öffentlichkeit, Hartnäckigkeit) streng gewahrt sein
  • „schwer“, d.h. mit Bewusstsein und willentlicher Zustimmung => das von der Kirche objektiv festgestellte sittenwidrige Verhalten und die subjektive Erkenntnis der Sündhaftigkeit und die dennoch gegebene Zustimmung dazu müssen zusammenkommen
  • „öffentlich“: Außenstehenden muss bekannt sein, dass die Tat objektiv schlecht ist und der Sünder sich dessen bewusst ist und es trotzdem macht
  • „hartnäckig“: der schwere Sünder muss sicher unbußfertig in seiner Situation verbleiben wollen
  • es kann kein Recht auf Ehebruch, Trennung oder Scheidung geben, aber in der Tradition war seit Beginn eine Auflösung von Ehen wegen Unzucht oder zugunsten des Glaubens nach einer gewissen Zeit der Kirchenbuße möglich

Zum ersten Teil.

Kirchenrechtliche Gedanken zu den wiederverheiratet Geschiedenen, Teil 12

Die Tathaftung nach Lüdicke

Schwierigkeiten zur Interpretation von c. 915:

  • für den, der zum Sakramentenempfang zulassen soll, muss aufgrund außerhalb der Beichte gewonnener Einsichten sicher feststehen, wie der Fall genau liegt
  • der Begriff „Sünde“ wird im kanonischen Recht nicht definiert
  • gerade die Tatstrafen folgen dem Schuldprinzip (nulla poena sine culpa)
  • selbst bei einer Exkommunikation bzw. Interdikt kann das Recht des Täters an der Wahrung seines guten Rufs die Verweigerung des Sakraments aufheben => in keinem Fall hat der Amtsträger das Recht oder die Pflicht, dem Interdizierten oder Exkommunizierten ein Recht zu verweigern, erst nach amtlicher und öffentlicher Feststellung
  • im Disziplinarrecht gibt es Strafe ohne Feststellung der Schuld (z.B. dauernde Krankheit kann zur Absetzung eines Pfarrers führen)
  • im Sakramentenrecht ist die Disposition Voraussetzung des erlaubten Sakramentenempfangs => diese kann aber, außer bei der Beichte, vom Spender nicht überprüft werden => also hat er kein Recht, in foro externo Konsequenzen zu ziehen

Zum ersten Teil.

Kirchenrechtliche Gedanken zu den wiederverheiratet Geschiedenen, Teil 11

Ist die Unauflöslichkeit der Ehe ius divinum?

Merkmale von ius divinum im CIC 1083 (keine Definition!):

  • Unwandelbarkeit
  • Indispensabilität
  • universelle Geltung
  • Vor- und Überordnung über alles sonstige Kirchenrecht

=> trifft nicht auf die absolute Unauflöslichkeit zu, denn

  • sowohl das NT wie die Kirchenväter kennen Möglichkeiten der Auflösung der Ehe wegen Ehebruch/Unzucht oder zugunsten des Glaubens
  • die Weisung Jesu wurde im Laufe der Geschichte auf die sakramentale und vollzogene Ehe beschränkt
  • die Praxis der Orthodoxe Kirche, die Scheidung und Wiederheirat toleriert, wurde nie offiziell verurteilt

=> die Unauflöslichkeit der Ehe ist also weder unwandelbar, noch indispensabel noch universell geltend

Anwendung der aequitas canonica:

  1. Feststellen des „Todes der Ehe“ (analog zu c. 1707 – Verfahren bei Vermissten)
  2. Zulassung einer neuen Ehe (an c. 1085 vorbei)

Zum ersten Teil.