Womit habe ich das verdient? Teil 1

Eine Zusammenfassung der Gedanken von Anselm Grün aus seinem Buch: Womit habe ich das verdient? Die unverständliche Gerechtigkeit Gottes. München 2012.

Dieses Büchlein ist mir ins Auge gefallen und weil mich die Frage nach dem Leid beschäftigt, weil sie mir selbst auch immer wieder begegnet, werde ich heute und in der Folge immer wieder ein Kapitel zusammenfassen. Daher heute die Einleitung.

Anselm Grün schreibt, wie ihm nach Vorträgen und in Gesprächen immer wieder die Frage begegnet: Ist Gott ungerecht? Warum lässt er Leid zu und warum trifft dieses Leid mich?

Der Weg, den P. Anselm zu gehen versucht, heißt Aushalten, gemeinsam mit dem Leidenden aushalten, sich dem Leiden stellen und schweigen, und dann mit großer Vorsicht Worte finden. Gut gemeinte Worte und Deutungen können verletzen, aber sie können auch einen anderen Blick auf eine Situation ermöglichen. „Das Denken schafft eine Distanz zu meinem Schmerz. Und manchmal ist gerade diese Distanz hilfreich, um den Schmerz zu lindern.“ (S. 10). Außerdem entspricht es einem Urbedürfnis des Menschen, das Leid zu verstehen. Dieses Bedürfnis nach Denken und Verstehen zu überspringen würde dem Menschen nicht gerecht.