Womit habe ich das verdient? Teil 6

Zum ersten Teil.

Hilfe durch die Bibel

Jesus geht mit den Jüngern von Emmaus einen langen Weg. Er gibt ihnen die Perspektive, unter der sie ihren Weg anschauen sollen. Er stellt ihnen die Frage, ob sie sich nicht die Illusion, die sie sich gemacht haben, nehmen lassen wollen. Das ist nicht leicht, sich von seinen Illusionen zu trennen, die man sich von Gott, von sich selbst, vom Leben gemacht hat. Manche Menschen, die mit dem Schicksal hadern, haben sich die Illusion gemacht, man brauche nur gesund zu leben, oder eine gesunde Spiritualität, dann würde einen das Leid nicht treffen.

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Anstoß für die Seele – eine Kirchenerfahrung für Firmand/innen

Am vergangenen Samstag haben wir im Rahmen der Firmvorbereitung eine interessante und gut gelungene Veranstaltung angeboten unter dem Titel „Anstoß für die Seele“, deren Konzept ich im Vorfeld der Firmvorbereitung entworfen habe.

Es ging darum, den Kirchenraum, seine Ausstattung und Kunstwerke als Zeugnisse des Glaubens der Menschen zu verstehen, die vor uns gelebt und geglaubt haben. Nach einer kleinen Einführung habe ich die Firmand/innen mit jeweils einem erwachsenen Begleiter/einer erwachsenen Begleiterin auf den Weg geschickt, sich an bestimmten Stationen zum Gespräch über Themen von Leben und Glauben anregen zu lassen.

Das ganze Konzept gibt es hier zum Herunterladen: Konzept Kirchenführung Andreas

Womit habe ich das verdient? Teil 5

Zum ersten Teil.

Dem Leiden einen Sinn geben

Es gibt Leid, da wehrt man sich dagegen, es als sinnvoll anzusehen. Man muss das aushalten und darf nicht vorschnell einen Sinn hineindeuten. Zugleich darf man die Hoffnung nicht aufgeben, dass ein Sinn entdeckbar ist, der dahinter liegen könnte. Leiden will verstanden sein, sonst kann es nicht bestanden werden.

Jesus hat zum Warum des Leidens keine theoretische Antwort, seine Antwort besteht im Beispiel seines Lebens. In den Evangelien und Briefen des Neuen Testaments gibt es aber doch Ansätze von Sinngebung des Leidens.

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Rechtfertigung bei Martin Luther

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Bei Martin Luther

Martin Luther, so hat man festgestellt, hat Thomas von Aquin über seine Lehrer meist getreulich überliefert bekommen, in der Gnadenlehre jedoch nicht.

Er lehnt daher die Gnadenlehre, wie er sie in ihrer spätscholastischen Form über die via moderna kennenlernt, völlig ab. Besonders drei Aspekte sind ihm ein Dorn im Auge:

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Rechtfertigung von Augustinus bis Thomas

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Augustinus

Wichtig ist Augustinus: Die Gnade Gottes kommt zuvor (selbst vor der Sehnsucht nach ihr) und wirkt. Die bleibende Widerwilligkeit gegen Gott wird zeitlebens nicht überwunden, aber auch nicht angerechnet. Was die Mitwirkung des Menschen angeht, so legt Augustinus Wert darauf, dass die Gnade Gottes mit uns zum Heil beiträgt, nicht umgekehrt, d.h. die Mitwirkung des Menschen steht an zweiter Stelle.

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Rechtfertigung im NT

Im NT kommen Begriff und Konzept von Rechtfertigung überwiegend bei Paulus vor, gering noch von ihm abhängiger Literatur.

Bei Paulus

Das Konzept Rechtfertigung hat einen zentralen Stellenwert, in der Forschung umstritten ist aber: Steht die Rechtfertigungslehre eher am Anfang oder eher am Ende seines theologischen Denkens? Denkt er wirklich von der Rechtfertigung her oder ist diese nur ein Unterpunkt der Christologie?

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