Amen

Ich habe den ersten, in diesem Jahr erschienenen Band der Reihe „Gemeinsam vor Gott treten. Die Liturgie mit biblischen Augen betrachten.“, herausgegeben von Birgit Jeggle-Merz, Walter Kirchschläger und Jörg Müller, geschenkt bekommen.

Ich finde das Buch ein sehr interessantes Unterfangen und möchte in loser Folge den Beitrag zu dem einen oder anderen Element der hl. Messe in hoffentlich verständlicher Weise wiedergeben.

Das Wort „Amen“ ist charakteristisch für christliches Beten, und ein in allen Sprachen unübersetzt bleibendes hebräisches Wort. Es wurde seit dem Anfang des Christentums ununterbrochen gebraucht und stellt so einen Zusammenhang zum Ursprung des christlichen Glaubens im Judentum her.

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Monotheismus und Gewalt

Bei einem Studientag 2004 in der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg hat mein Doktorvater, Prof. Peter Walter, einen Vortrag mit diesem Titel gehalten, dessen Niederschrift mir in den letzten Tagen zugekommen ist, und den ich so interessant finde, dass ich ihn gerne zusammenfassend wiedergeben möchte.

Ausgangspunkt des Vortrags ist die Beobachtung, dass der kontroverse Film „The passion of the Christ“ von Mel Gibson ein blutrünstiges Spektakel inszeniert, das die Geister auch theologisch scheidet. Aber auch sonst wird in der Gegenwartsdiskussion den monotheistischen Religionen, auch dem Christentum, der Vorwurf gemacht, Gewalt zu fördern und zu verbreiten: Richard Dawkins, José Saramago und der Ägyptologe Jan Assmann werden genannt und entsprechend zitiert.

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Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Ich habe den ersten, in diesem Jahr erschienenen Band der Reihe „Gemeinsam vor Gott treten. Die Liturgie mit biblischen Augen betrachten.“, herausgegeben von Birgit Jeggle-Merz, Walter Kirchschläger und Jörg Müller, geschenkt bekommen.

Ich finde das Buch ein sehr interessantes Unterfangen und möchte in loser Folge den Beitrag zu dem einen oder anderen Element der hl. Messe in hoffentlich verständlicher Weise wiedergeben.

Die Worte der Formel „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ finden sich im Schlusskapitel des Matthäusevangeliums und damit an wichtiger und prominenter Stelle. Jesus spricht als der Weltenherrscher und gibt den Jüngerinnen und Jüngern den Auftrag, alle „auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ zu taufen, und er versichert sie seiner bleibenden Gegenwart.

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Ist die Jugend die Zukunft der Kirche?

Immer wieder – auch aus dem Mund von Päpsten – kann man emphatisch hören: „Die Jugend ist die Zukunft der Kirche“.

Wenn ich das im folgenden modifizieren möchte, dann ausdrücklich nicht, weil ich kirchliche Jugendarbeit unnötig fände, im Gegenteil – sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil kirchlicher Arbeit.

Aus theologischen Überlegungen heraus finde ich diese Aussage in mehrerlei Hinsicht jedoch missverständlich und verkürzend:

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