Auf Jesu Hingabe antworten?

Am vergangenen Sonntag waren die Gottesdienstbesucher eingeladen, sich Gedanken zu machen zum Wort Jesu vom Weizenkorn aus dem Johannesevangelium. Sie wurden gefragt, wie wir auf die Hingabe Jesu, seine Lebenshingabe für uns, antworten können. Die Gedanken wurden zu Papier gebracht und von den Kommunionkindern eingesammelt. Insgesamt 33 Zettel kamen beschrieben zurück. Die Antworten, die darauf standen, sind ein so wertvolles Zeugnis für den Glauben, dass ich sie zusammenfassend wiedergeben will.

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Ekklesiologische Kennzeichen des Hochmittelalters II

Zum ersten Teil.

Andere Aufgaben der Kirche blieben gleich: Kirchen waren nach wie vor gefragt als Grablege der adligen und zunehmend städtisch-bürgerlichen Oberschicht, die nachgeborenen Söhne und Töchter wurden in kirchlichen Führungsaufgaben oder Klöstern versorgt und spielten im Konzert der familiären Politik mit. Da der Bischof immer mehr juristische und administrative Befugnisse an sich zog, konnte er sich nicht mehr ausreichend seinen geistlichen Pflichten widmen. Manche „Bischöfe“ waren gar nicht mehr zum Bischof geweiht, sondern nur zum Subdiakon, und überließen die religiösen Aufgaben, für welche die Bischofsweihe erforderlich war, den sogenannten „Weihbischöfen“.

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Ekklesiologische Kennzeichen des Hochmittelalters I

Zum Frühmittelalter.

Das Hochmittelalter war für die lateinische Kirche eine sehr prägende Zeit. Durch die cluniazensische Reform hatte sie an Schlagkraft und Ansehen gewonnen. Lange und erfolgreich regierende Päpste wie Innozenz III. übten großen Einfluss auf die Politik ihrer Zeit aus.

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Am größten unter ihnen ist die Liebe (zu 1 Kor 13)

Aus der Ansprache bei einer Trauerfeier, die ich gehalten habe:

Vielleicht waren manche von Ihnen irritiert, diese Worte hier und heute zu hören. Diese Lesung erwartet man doch bestimmt bei einer Hochzeit, aber bei einer Trauerfeier?

Ich habe mich dazu entschieden, genau diese Worte aus der Bibel zu nehmen, weil sie für mich etwas ganz Wesentliches über den Kern des Glaubens aussagt: im Zentrum des Glaubens steht die Liebe, die alles hofft. Und ist nicht auch ein Trauergottesdienst genau das: eine Feier der Liebe, die alles hofft?

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