Pro und Contra Gottesglauben

Im Religionsunterricht der 9.Klasse habe ich mit den Schülerinnen und Schülern gesammelt, welche Gründe für den Glauben an einen Gott sprechen, und welche Gründe es geben mag, den Glauben an Gott nicht als sinnvoll anzusehen.

Dabei sind die Schülerinnen und Schüler von sich aus auf viele interessante Argumente gestoßen, die in der Vergangenheit in dieser oder einer ähnlichen Form diskutiert wurden und werden.

Nun die Argumente im einzelnen:

Argumente für den Gottesglauben

  • Menschen haben Gott als vertrauenswürdig erlebt
  • Menschen, die glauben, leben länger
  • die Mehrheit der Menschen glaubt, Atheisten sind in der Minderzahl (zumindest weltweit gesehen)
  • Es tut Menschen gut, ihre Probleme an IHN loszuwerden
  • Glaubende fühlen sich nicht so allein
  • Wer betet, gewinnt neue Kraft und neue Hoffnung
  • Glaubende Menschen lassen sich dafür motivieren, anderen Gutes zu tun
  • Der Glaube gibt Ausdauer und lässt schwierige Situationen besser ertragen

Argumente gegen den Gottesglauben

  • Die Evolutionslehre widerspricht dem Schöpfungsglauben [Anmerkung: oder scheint dies zumindest]
  • Es gibt keine direkte Antwort auf Gebete
  • Man kann Gott nicht sehen
  • Jeder hat ein anderes Gottesbild – welches davon stimmt?
  • Unfälle, Katastrophen, Ungerechtigkeiten, Kriege kommen trotz eines guten Gottes vor
  • Unschuldige leiden trotz eines guten Gottes
  • „In der Bibel stehen Märchen – ich habe noch kein Wunder erlebt“
  • Gebete werden nicht erhört, Gott beschützt nicht immer

 

3 Gedanken zu „Pro und Contra Gottesglauben

  1. Gott ist!
    Die Kirche wurde nicht von Gott gegründet. WennGott eine Kirche gegründet hätte dann gäbe es eine einzige Kirche, nicht viele mit jeweils anderen Aussagen.
    Also gibt es keine Kirche. Es braucht auch keine Kirche weil Gott in uns selber wohnt.

    • Vielen Dank für Ihren Beitrag! Natürlich kann man den Standpunkt einnehmen, den Sie vortragen. In der Tat ist die Vielzahl christlicher Kirchen und Konfessionen ein Ärgernis und etwas, das es zu überwinden gilt. Ich darf das Dekret des 2.Vatikanischen Konzils zum Ökumenismus zitieren – Unitatis Redintegratio 1: „1. Die Einheit aller Christen wiederherstellen zu helfen ist eine der Hauptaufgaben des Heiligen Ökumenischen Zweiten Vatikanischen Konzils. Denn Christus der Herr hat eine einige und einzige Kirche gegründet, und doch erheben mehrere christliche Gemeinschaften vor den Menschen den Anspruch, das wahre Erbe Jesu Christi darzustellen; sie alle bekennen sich als Jünger des Herrn, aber sie weichen in ihrem Denken voneinander ab und gehen verschiedene Wege, als ob Christus selber geteilt wäre (1). Eine solche Spaltung widerspricht aber ganz offenbar dem Willen Christi, sie ist ein Ärgernis für die Welt und ein Schaden für die heilige Sache der Verkündigung des Evangeliums vor allen Geschöpfen.“ (http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_decree_19641121_unitatis-redintegratio_ge.html)
      Die Tatsache, dass es verschiedene Kirchen und kirchliche Gemeinschaften gibt, spricht aber noch nicht dagegen, dass Gott eine Gemeinschaft der Gläubigen wollte. Jesus hat Menschen um sich geschart, hat Frauen und Männer in seine Nachfolge gerufen. Er hat sie so tief berührt, dass nicht einmal sein Tod ihre Gemeinschaft beendete. Und durch die Auferstehung und Geistsendung an Pfingsten bekamen sie den Mut, ihre Gemeinschaft nach außen anzubieten. Gleichzeitig war diese Gemeinschaft von Anfang an auch menschliche Organisation mit allem, was darin vorkommen kann, eben auch Streit, Unversöhnlichkeit, Spaltung.
      Der Glaube drängt danach, sich mitzuteilen, mit anderen darüber ins Gespräch zu kommen, am anderen und mit dem anderen zu lernen, wie Gott ist, IHN zu feiern. Natürlich wohnt Gott in uns selbst, aber nur im Austausch mit anderen kann ich lernen, die Stimme des Hl. Geistes vom eigenen Vogel zu unterscheiden (salopp gesprochen).

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