Die Feier der Eucharistie, Teil 1

In Vorbereitung auf einen Kurs habe ich das folgende Buch gelesen: Alexander Saberschinsky: Einführung in die Feier der Eucharistie. Historisch – systematisch – praktisch, Freiburg i.Br. 2009.

Die Kernthesen und Einsichten, die ich daraus gezogen habe, möchte ich nach und nach hier vorstellen.

Zu Beginn macht Saberschinsky seine Perspektive deutlich: er betrachtet die Eucharistiefeier unter liturgiewissenschaftlichen Gesichtspunkten.

Immer wieder, aber auch gleich zu Beginn, geht er auf die beiden Deutungsweisen ein: Eucharistie ist Mahl und Opfer. Beide Aspekte sind untrennbar verbunden – das Opfer wird als Mahl gefeiert. So hat es Jesus selbst gedeutet. „Kern des Opfers der Eucharistiefeier ist… die Lebenshingabe Jesu für die Menschen“ (S.18). Gott verbindet sich mit den Menschen, er schenkt sich.
Die Gläubigen werden hineingenommen in Jesu Hingabe, in seine Beziehung zum Vater.

Die Eucharistiefeier ist auch Gedächtnis, das meint nicht Nachspielen und keine Wiederholung, sondern Gegenwärtigwerden des einmaligen Kreuzesopfers Christi.

Der Priester macht die Präsenz Christi sakramental deutlich, er zeigt an, dass „Menschen nicht aus eigener Kraft die Gegenwart Christi herstellen.“ (S.20).

Wie das II.Vatikanische Konzil deutlich gemacht hat, ist aber nicht der Priester allein Träger des Gottesdienstes. Subjekt („Träger“) des Gottesdienstes ist die Versammlung der Gläubigen. Dafür stehen auch die Laiendienste: nicht der Priester allein macht die Messe. Sie haben ihre theologische Berechtigung, sind nicht nur Notnagel.