Die Feier der Eucharistie, Teil 11

In Vorbereitung auf einen Kurs habe ich das folgende Buch gelesen: Alexander Saberschinsky: Einführung in die Feier der Eucharistie. Historisch – systematisch – praktisch, Freiburg i.Br. 2009.

Die Kernthesen und Einsichten, die ich daraus gezogen habe, möchte ich nach und nach hier vorstellen. Zum 1.Teil.

Nach dem historischen Abriss folgt die systematische Darstellung.

Grundlegendes Zeichen der Eucharistiefeier ist die von Christus selbst gestiftete Mahlgemeinschaft.

Das Mahl ist Zeichen des Bundes mit Gott und den Mitmenschen: Gott stiftet Gemeinschaft.

Im Mahl erfährt der Mensch, dass er verdankt ist. Seine Antwort ist Dank, für die Gaben von Brot und Wein, für die Heilsgeschichte, daher das Wort „Eucharistie“ (Danksagung).

Die Eucharistiefeier ist Anamnese: Die Taten Gottes in der Geschichte werden auch für jetzt bedeutsam, die Gläubigen treten in die Beziehung mit Gott ein. Das geschieht u.a. durch die Deuteworte Jesu Christi. Die Einleitung dazu bindet die Eucharistiefeier an das letzte Abendmahl zurück. Es handelt sich dabei aber nicht um ein Nachspielen und auch nicht um eine bloße Erinnerung, sondern um Begegnung mit Christus. Das Wort „Realpräsenz“ stellt klar: Es ist wirkliche Begegnung mit Christus.
Die Eucharistie wird auch als „Opfer“ bezeichnet, in dem Sinne, dass in ihr die Hingabe Christi gegenwärtig wird, an der die Gläubigen Anteil erhalten.
In der Eucharistiefeier findet Verwandlung statt: Die Gläubigen werden Kinder des Vaters und dadurch untereinander Schwestern und Brüder.

Die Eucharistiefeier ist Vorgriff und wirksames Zeichen des eschatologischen Mahles.

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