Weinstock und Reben

Ein Gottesdienst am 23.7.2018, den wir in einer Gruppe von ca. 20 Personen gefeiert haben – zu Joh 15,1-11

Hier der Ablauf mit Texten, Liedern und einem Foto der visuellen Gestaltung.

Begrüßung

Herzlich willkommen zu unserem gemeinsamen Gottesdienst im Sommer. Begrüßen wir  einander und heißen uns willkommen (umhergehen, Hände schütteln).
Begrüßen wir auch Gott in unserer Mitte. Er führt uns zusammen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied: Unser Leben sei ein Fest (GL 715)

Einführung ins Thema

Im Evangelium, in der Bibelstelle vom heutigen Tag lesen wir:
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.

In der Mitte liegen Gegenstände, Wein, Krüge, Trauben. Sie sind die Früchte des Weinstocks.
Trauben und Wein gelten in der Bibel als Zeichen von Freude, als Zeichen von Fest.
Auch heute noch gehört ein guter Wein zu einem festlichen Essen dazu.
Es ist eine Freude, wenn wir uns miteinander und mit Jesus in diesem Gottesdienst verbinden.

Gebet aus dem Psalm 16

Im Wechsel zwischen linker und rechter Seite gebetet.

Lied: Lobet und preiset ihr Völker den Herrn (GL 408) – als Kanon

Evangelium: Joh 15, 1-11

Gedanken zum Evangelium

Jesus gebraucht im Evangelium ein Bild.
Das Bild ist klar. Die Leute, die das Evangelium damals gehört oder gelesen haben, konnten das gleich verstehen. In Israel und den Ländern drumherum wurde und wird bis heute viel Wein angebaut.

Jesus vergleicht sich mit dem Weinstock. Er ist die Pflanze, die mit ihren Wurzeln tief in die Erde reicht, die nach oben wächst. Seine Jünger – wir – sind die Rebzweige, an der die Trauben ansetzen.
Natürlich bringt der Weinstock die Reben hervor.
Natürlich hängen die Reben am Weinstock dran und hängen vom Weinstock ab.
Die Frucht allein kann nicht wachsen.
Nur durch die Verbindung mit der Pflanze, mit dem Weinstock, können die Rebe wachsen, können die Trauben groß und süß werden.

Aber was meint das Evangelium damit?
Wir sind doch nicht körperlich mit Jesus verbunden.
Es muss also um etwas anderes gehen.

Der Schlüssel, um dieses Evangelium zu verstehen, ist die Liebe – in Vers 9 lesen wir: „Bleibt in meiner Liebe“. Jesus empfängt die Liebe von Gott, seinem Vater. Er behält sie nicht für sich, sondern gibt sie weiter. Und wer die Liebe von ihm bekommt, soll sie seinerseits weitergeben.

Das Evangelium ist der Überzeugung, dass alle wahre Liebe aus Gott kommt. Er ist die Kraft der Liebe. Und durch Jesus kommen auch wir mit dieser Liebe in Verbindung.
Wenn wir lieben, uns selbst lieben, den anderen lieben, dann können wir das, weil wir mit dem Weinstock der Liebe verbunden sind, mit Jesus. Jeder, der liebt, hat sich mit Jesus verbunden. Wer nicht liebt, der schneidet sich selbst von Jesus ab.

Diese Liebe ist nicht einfach nur ein Gefühl, sie zeigt sich darin, wie wir mit uns selbst und miteinander umgehen. Mit Zuneigung, mit Respekt, mit Verzeihung.
Wenn wir so mit uns selbst und miteinander umgehen, dann wird das Leben schöner, dann gibt es mehr Freude in der Welt.

Daran sollen alle erkennen, dass jemand mit Jesus verbunden ist: An der Liebe und an der Freude.
Dann gibt es große, reife und süße Trauben. Früchte, die wir hervorbringen.

Das wünsche ich uns: Dass wir die Liebe spüren, die von Jesus ausgeht, dass wir spüren, wie wir mit ihm und mit den anderen Menschen verbunden sind, dass wir von dieser Liebe weitergeben können und unsere Welt dadurch immer freudiger und heller wird.

Ritus zur Freude:
Was ist mir eine Freude? Worauf freue ich mich jetzt im Sommer?

Alle TN heften eine Traube aus Papier an die Zeichnung eines Weinstocks.

Dazu singen wir: „Meine Hoffnung und meine Freude“ (GL 365)

Gebet für unsere Erde (von Papst Franziskus)

Gemeinsam gebetet.

Vater unser

Friedensgruß

Segen

Schlusslied: Geh aus mein Herz und suche Freud (Liedblatt)

Und hier das Foto zur visuellen Gestaltung:

Trauben, Wein, Becher

Gestaltungselemente für den Gottesdienst

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