Über Tobias Speck

Ich habe Theologie und Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br. studiert. Seit 2002 arbeite ich im Dienst der Erzdiözese Freiburg als Pastoralreferent, zur Zeit in der Seelsorgeeinheit Durmersheim-Au am Rhein. In diesem Blog möchte ich Gedanken, Reflexionen und Beiträge veröffentlichen zu Themen, die mir bei meiner täglichen Arbeit begegnen. Dieser Blog ist jedoch mein Privatvergnügen und wird nicht im Auftrag meines Dienstgebers, der Kirche, betrieben. Alle Beiträge sind geschützt, das Urheberrecht liegt bei den jeweiligen Autor/innen. Eine Veröffentlichung anderswo, insbesondere die kommerzielle Verwendung und Verwertung sind ohne ausdrückliche Zustimmung des Urhebers/der Urheberin nicht zulässig.

Eschatologie, Teil 7

Teil 7: Zum Verständnis der allgemeinen Eschatologie

In Vorbereitung auf einen Seminarabend im Rahmen der Ausbildung Trauerbegleitung habe ich folgenden Beitrag zusammengefasst:

Franz-Josef Nocke: L. Eschatologie, in: Theodor Schneider (Hg.): Handbuch der Dogmatik, Düsseldorf 2000, Bd. 2, 377-478.

Es ist nicht einfach, die Aussagen der Bibel und der theologischen Literatur über das Schicksal der Welt richtig einzuordnen. Daher folgen hier noch einige Hinweise:

Der Umgang mit dem möglichen Untergang

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Eschatologie, Teil 6

Teil 6: Systematische Reflexion auf die allgemeine Eschatologie

In Vorbereitung auf einen Seminarabend im Rahmen der Ausbildung Trauerbegleitung habe ich folgenden Beitrag zusammengefasst:

Franz-Josef Nocke: L. Eschatologie, in: Theodor Schneider (Hg.): Handbuch der Dogmatik, Düsseldorf 2000, Bd. 2, 377-478.

Wie lassen sich die Aussagen der Bibel und der kirchlichen Lehre über die Hoffnung für das Schicksal der Welt verstehen?

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Eschatologie, Teil 5

Teil 5: Das neuzeitliche Fortschrittsdenken

In Vorbereitung auf einen Seminarabend im Rahmen der Ausbildung Trauerbegleitung habe ich folgenden Beitrag zusammengefasst:

Franz-Josef Nocke: L. Eschatologie, in: Theodor Schneider (Hg.): Handbuch der Dogmatik, Düsseldorf 2000, Bd. 2, 377-478.
Das zyklische Denken der Antike wurde im Judentum und dem Christentum durch einen linearen Verlauf der Geschichte abgelöst. Die Geschichte hat ein Ende und ein Ziel. In der Neuzeit verband sich damit die Idee einer festen, naturwissenschaftlichen Aufwärtsentwicklung.

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Eschatologie, Teil 4

Teil 4: Geschichtliche Entwicklung – Von der Antike zum Mittelalter

In Vorbereitung auf einen Seminarabend im Rahmen der Ausbildung Trauerbegleitung habe ich folgenden Beitrag zusammengefasst:

Franz-Josef Nocke: L. Eschatologie, in: Theodor Schneider (Hg.): Handbuch der Dogmatik, Düsseldorf 2000, Bd. 2, 377-478.

Alte Kirche

Die Naherwartung trat in den Hintergrund, es wurde stattdessen davor gewarnt, dass Gott jederzeit kommen könne. Die Zeit, die noch bis zum Kommen Christi bleibt, wurde als Chance zur Umkehr angesehen. Wenn die christlichen Denker sich mit ihrer Umwelt auseinander setzen, dann betonen sie manchmal, dass nur das Gebet der Christen das Römische Reich vor dem Untergang bewahre. Die Hoffnung wird individueller, die Auferstehung der Toten gewinnt an Bedeutung gegenüber der Vollendung der Welt.

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Eschatologie, Teil 3

Teil 3: Biblische Grundlagen – Neues Testament

In Vorbereitung auf einen Seminarabend im Rahmen der Ausbildung Trauerbegleitung habe ich folgenden Beitrag zusammengefasst:

Franz-Josef Nocke: L. Eschatologie, in: Theodor Schneider (Hg.): Handbuch der Dogmatik, Düsseldorf 2000, Bd. 2, 377-478.

Das Reich Gottes

Im Zentrum der Verkündigung Jesu steht die Verkündigung des Reiches Gottes. Jesus grenzt sich von anderen Auffassungen des Reiches Gottes ab:

  • Jesus will kein politischer Messias sein
  • das Reich Gottes ist vor allem ein Geschenk, nicht zuerst eigene Anstrengung (Pharisäer)
  • die Gottes Herrschaft ist schon angebrochen (Apokalyptik).

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Eschatologie, Teil 2

Teil 2: Biblische Grundlagen – Altes Testament

In Vorbereitung auf einen Seminarabend im Rahmen der Ausbildung Trauerbegleitung habe ich folgenden Beitrag zusammengefasst:

Franz-Josef Nocke: L. Eschatologie, in: Theodor Schneider (Hg.): Handbuch der Dogmatik, Düsseldorf 2000, Bd. 2, 377-478.

„Nocke stellt fest: „Die jüdische-christliche Glaubensgeschichte ist von Anfang an Hoffnungsgeschichte“ (379)

Die ältesten Überlieferungen

In den alten Überlieferungen gibt es drei Inhalte der Verheißung: Land, Nachkommen, die Zuwendung Gottes. Jede Verheißung ist zugleich Appell (Vgl. Abraham, Exodus).

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Eschatologie, Teil 1

Teil 1: Einleitung

In Vorbereitung auf einen Seminarabend im Rahmen der Ausbildung Trauerbegleitung habe ich folgenden Beitrag zusammengefasst:

Franz-Josef Nocke: L. Eschatologie, in: Theodor Schneider (Hg.): Handbuch der Dogmatik, Düsseldorf 2000, Bd. 2, 377-478.

Die Hoffnung auf Vollendung der Welt

Im Glaubensbekenntnis faltet der Satz „ich glaube an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben“ den Glauben an den Heiligen Geist aus. „Das Leben aus dem Geist hat demnach eine Dynamik auf eine zukünftige Vollendung hin“ (377).

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Kirche als Dienstleistung?

Bei einem Treffen wurde im Kollegenkreis angeregt darüber diskutiert, ob man Kirche und kirchliche Angebote als Dienstleistung und pastorales Personal dementsprechend als Dienstleister bezeichnen könne oder solle.

Ich muss zugeben, dass ich zu den Skeptikern gehöre. Obwohl …

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Gemeinsam Kirche sein – Teil 7

Zusammenfassung von: Die deutschen Bischöfe, Nr. 100, „Gemeinsam Kirche sein“. Wort der deutschen Bischöfe zur Erneuerung der Pastoral, 1.August 2015

Zum Teil 1

Teil 7: Die Pastoral der Kirche erneuert sich und Schluss

Kirche braucht konkrete Orte, nach Papst Franziskus ist die Pfarrei bei aller Wandelbarkeit ein solcher Ort, der auch theologische Bedeutung hat. Deshalb muss sie bestehen bleiben. Innerhalb der Pfarrei tragen der Pfarrer und alle Gläubigen Verantwortung für den Glauben. Die Bistümer gehen unterschiedliche Wege, alle neuen Formen der Pfarrei aber sind offen und vielfältig und entwickeln sich zur „Gemeinschaft von Gemeinschaften“ (S. 51).

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Diakonweihe für Frauen?

Wie es in den letzten Tagen durch die Presse ging, erwägt Papst Franziskus die Diakonweihe von Frauen durch eine Kommission prüfen zu lassen.

Das wurde aus einer Audienz von Ordensoberinnen mündlich berichtet.

Ich selbst halte eine Öffnung in dieser Frage für möglich, und zwar deshalb, weil es aus meiner Sicht unbestritten ist, dass es in der alten Kirche Diakoninnen gab. Damit ist eine Präzedenz gegeben, die man nicht einfach vom Tisch fegen kann.

Das Haupthindernis für die Weihe von Frauen besteht vermutlich in den Ängsten, damit wäre auch einer Priesterweihe von Frauen Tür und Tor geöffnet. Ganz abgesehen davon, dass zu prüfen wäre, worin denn genau das Tragische einer solchen Entwicklung läge, halte ich den Fall theologisch doch noch einmal für anders gelagert.

Es könnte auch für die männlichen Diakone und deren Selbstverständnis bzw. für die Theologie des Diakonamtes überhaupt hilfreich sein, wenn im Zuge der Prüfung der Zulassung von Frauen zu diesem Amt das Spezifikum des diakonalen Dienstes tiefer herausgearbeitet würde.

Man darf jedenfalls sehr gespannt sein …