Am größten unter ihnen ist die Liebe (zu 1 Kor 13)

Aus der Ansprache bei einer Trauerfeier, die ich gehalten habe:

Vielleicht waren manche von Ihnen irritiert, diese Worte hier und heute zu hören. Diese Lesung erwartet man doch bestimmt bei einer Hochzeit, aber bei einer Trauerfeier?

Ich habe mich dazu entschieden, genau diese Worte aus der Bibel zu nehmen, weil sie für mich etwas ganz Wesentliches über den Kern des Glaubens aussagt: im Zentrum des Glaubens steht die Liebe, die alles hofft. Und ist nicht auch ein Trauergottesdienst genau das: eine Feier der Liebe, die alles hofft?

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Monotheismus und Gewalt

Bei einem Studientag 2004 in der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg hat mein Doktorvater, Prof. Peter Walter, einen Vortrag mit diesem Titel gehalten, dessen Niederschrift mir in den letzten Tagen zugekommen ist, und den ich so interessant finde, dass ich ihn gerne zusammenfassend wiedergeben möchte.

Ausgangspunkt des Vortrags ist die Beobachtung, dass der kontroverse Film „The passion of the Christ“ von Mel Gibson ein blutrünstiges Spektakel inszeniert, das die Geister auch theologisch scheidet. Aber auch sonst wird in der Gegenwartsdiskussion den monotheistischen Religionen, auch dem Christentum, der Vorwurf gemacht, Gewalt zu fördern und zu verbreiten: Richard Dawkins, José Saramago und der Ägyptologe Jan Assmann werden genannt und entsprechend zitiert.

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Rechtfertigung bei Martin Luther

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Bei Martin Luther

Martin Luther, so hat man festgestellt, hat Thomas von Aquin über seine Lehrer meist getreulich überliefert bekommen, in der Gnadenlehre jedoch nicht.

Er lehnt daher die Gnadenlehre, wie er sie in ihrer spätscholastischen Form über die via moderna kennenlernt, völlig ab. Besonders drei Aspekte sind ihm ein Dorn im Auge:

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Rechtfertigung von Augustinus bis Thomas

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Augustinus

Wichtig ist Augustinus: Die Gnade Gottes kommt zuvor (selbst vor der Sehnsucht nach ihr) und wirkt. Die bleibende Widerwilligkeit gegen Gott wird zeitlebens nicht überwunden, aber auch nicht angerechnet. Was die Mitwirkung des Menschen angeht, so legt Augustinus Wert darauf, dass die Gnade Gottes mit uns zum Heil beiträgt, nicht umgekehrt, d.h. die Mitwirkung des Menschen steht an zweiter Stelle.

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Rechtfertigung im NT

Im NT kommen Begriff und Konzept von Rechtfertigung überwiegend bei Paulus vor, gering noch von ihm abhängiger Literatur.

Bei Paulus

Das Konzept Rechtfertigung hat einen zentralen Stellenwert, in der Forschung umstritten ist aber: Steht die Rechtfertigungslehre eher am Anfang oder eher am Ende seines theologischen Denkens? Denkt er wirklich von der Rechtfertigung her oder ist diese nur ein Unterpunkt der Christologie?

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Rechtfertigung – Begriff und biblische Fundierung im AT

Die Rechtfertigungslehre war (ist) ein Streit zwischen den Konfessionen. Was hat es damit auf sich? Der Begriff „Rechtfertigung“ ist ja im spezifisch theologischen Sprachgebrauch ungebräuchlich geworden.

Für einen theologischen Gesprächsabend in unserer Seelsorgeeinheit habe ich mich damit befasst.

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Eine Landkarte des Landes Israel zur Zeit Jesu

Für den Religionsunterricht der 5.Klasse habe ich eine Karte digital nachgezeichnet und mit Hinweisen versehen, so dass die Schülerinnen und Schüler einige Begriffe selbst eintragen können. Es hat im Unterricht zwar eine Weile gedauert, aber eigentlich ganz gut geklappt.

Hier die Karte: Landkarte Israels – die Lösung

Und hier das Arbeitsblatt mit den Hinweisen: Landkarte Israels mit Hinweisen