Zusammenfassung von Meinrad Limbeck: alles Leid ist gottlos (21)

Was dennoch Mut macht zu vertrauen

Jesus war nicht der einzige, der als Lehrer aufgetreten war. Er war aber der einzige, dessen Jünger nach seinem Tod behaupteten, ihr Meister sei auferstanden. Wenn überhaupt, dann glaubten die Juden an eine kollektive Auferweckung. Der Gedanke an eine individuelle Auferweckung Jesu war ungewöhnlich und lag nicht in der Luft.

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Gott zu Gast bei dir – Gedanken zu Gen 18,1-10

Gott ist bei Abraham zu Gast. Drei rätselhafte Männer tauchen bei Abraham auf, er kennt sie nicht, aber er bietet ihnen, wie es Sitte im alten Orient war und ist, Gastfreundschaft an. Er bewirtet sie reich, bedient sie selbst mit dem, was seine Frau und seine Helfer zubereitet haben.
Fremde aufzunehmen, sie zu bewirten, ist für Abraham selbstverständlich, jeder war froh, wenn er in fremden Land Unterkunft und Verpflegung fand in einer Zeit, wo Reisen gefährlich und unsicher war und es keine Hotels gab.
Gastfreundschaft hat aber auch einen religiösen, einen geistlichen Sinn. Im Gast, im Fremden begegnet Abraham Gott, eröffnet sich ihm eine Zukunft, die schon verschlossen schien. Abraham und Sara konnten nämlich keine Kinder bekommen, in damaliger Zeit ein schlimmes Schicksal, zuweilen heute auch.

Abraham aber lädt die Fremden zu sich ein, und erhält eine Zusage: auf wunderbare Weise werdet ihr noch einen Sohn bekommen. Und Abraham glaubt seinen Gästen.

Gastfreundschaft kann Zukunft eröffnen.

Wenn wir ins Neue Testament schauen, dann ist auch dort viel die Rede davon: Jesus gewährt Gastfreundschaft, lädt andere zu sich ein, und lässt sich von anderen einladen. Und in diesen Begegnungen geschieht immer etwas Heilsames, Beziehung Stiftendes, eine Öffnung auf das Reich Gottes hin, auf die größere, bessere Welt Gottes hin.

Und so ist es kein Wunder, wenn die Mitglieder der christlichen Gemeinde aufgefordert werden (im Hebräerbrief 13,2): „Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie
haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.“

Wo Menschen also einander aufnehmen und annehmen, da können wir – oft unerkannt – Engeln oder Gott selbst begegnen.

Und unser Glaube geht beim Thema Gastfreundschaft dann noch einen entscheidenden Schritt weiter: wir glauben daran, dass wir, wenn unser Lebenslauf sich einmal vollendet hat, bei Gott zu Gast sein dürfen.

Das Apostolische Glaubensbekenntnis X: …die Vergebung der Sünden…

Zum vorherigen Beitrag.

…die Vergebung der Sünden

Wir glauben daran, dass Gott barmherzig ist, dass er immer zur Versöhnung bereit ist und denen, die einsehen, dass sie Böses getan haben, einen neuen Anfang schenkt. So wie Gott verzeiht, sollen auch wir denen verzeihen, die uns etwas angetan haben. Nur so kann Frieden entstehen.

…die Auferstehung der Toten

Die Jünger Jesu haben erfahren: Jesus ist nicht im Tod geblieben, die Liebe des Vaters war stärker als der Tod. An Ostern feiern wir, dass Jesus auferstanden ist. Weil wir Schwestern und Brüder Jesu Christi sind, so sind wir zuversichtlich, dass Gott auch uns nicht im Tod lassen wird.
Alle Menschen müssen sterben, aber Gott ruft sie nach dem Tod zu sich in die Vollendung. Wie das geschieht und wie es dann sein wird, ist ein Geheimnis, das wir uns nicht vorstellen können.

…und das ewige Leben. Amen.

Die vollkommene Gemeinschaft mit Gott und mit den Menschen, die wir geliebt haben und die vor uns gestorben sind, nennen wir „Himmel“ oder „ewiges Leben“. Es ist das Ziel jedes Menschen, in den Himmel zu kommen.

Das Apostolische Glaubensbekenntnis VIII: … am dritten Tage auferstanden

Zum vorherigen Beitrag der Reihe.

… am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters.

Das große Ereignis von Ostern: Jesus wird auferweckt. Die Liebe des Vaters ist stärker als der Tod, sie überwindet alle Grenzen. Jesus ist aber nicht wieder ins normale, irdische Leben zurückgekehrt. Die Jünger haben nach Ostern die Erfahrung gemacht: Jesus ist er selbst geblieben und doch anders geworden. Er ist mit Gott, dem Vater, in einer Weise verbunden, die wir uns nicht vorstellen können.
Von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten.
Diese Zeit und diese Welt haben ein Ende. Auf dieses Ende gehen wir alle zu. Tröstlich daran ist: auch dann wird Jesus uns entgegenkommen. Er wird richten – das heißt: es ist nicht alles egal, was man jetzt tut, sondern es gibt gutes und böses Handeln, und das wird eines Tages ans Licht kommen. Jesus steht für eine schlussendliche Gerechtigkeit, so dass die, die jetzt unterdrückt sind und leiden, die betrogen und benachteiligt werden, zu ihrem Recht kommen, geheilt und versöhnt werden. Das gibt ihnen auch jetzt und hier Hoffnung. Gleichzeitig ist es eine Aufforderung an alle, den Willen Gottes zu tun und schon in dieser Welt für Gerechtigkeit und Versöhnung zu arbeiten.

Zum nächsten Beitrag.