Diakonweihe für Frauen?

Wie es in den letzten Tagen durch die Presse ging, erwägt Papst Franziskus die Diakonweihe von Frauen durch eine Kommission prüfen zu lassen.

Das wurde aus einer Audienz von Ordensoberinnen mündlich berichtet.

Ich selbst halte eine Öffnung in dieser Frage für möglich, und zwar deshalb, weil es aus meiner Sicht unbestritten ist, dass es in der alten Kirche Diakoninnen gab. Damit ist eine Präzedenz gegeben, die man nicht einfach vom Tisch fegen kann.

Das Haupthindernis für die Weihe von Frauen besteht vermutlich in den Ängsten, damit wäre auch einer Priesterweihe von Frauen Tür und Tor geöffnet. Ganz abgesehen davon, dass zu prüfen wäre, worin denn genau das Tragische einer solchen Entwicklung läge, halte ich den Fall theologisch doch noch einmal für anders gelagert.

Es könnte auch für die männlichen Diakone und deren Selbstverständnis bzw. für die Theologie des Diakonamtes überhaupt hilfreich sein, wenn im Zuge der Prüfung der Zulassung von Frauen zu diesem Amt das Spezifikum des diakonalen Dienstes tiefer herausgearbeitet würde.

Man darf jedenfalls sehr gespannt sein …

Die Ordination

Ich habe mir vorgenommen, in Vorbereitung auf einen theologischen Gesprächsabend noch einmal gründlich das Buch von Eva-Maria Faber: Einführung in die katholische Sakramentenlehre, Darmstadt 2002 zu lesen und die Impulse, die mir daraus wichtig werden, in loser Folge hier vorzustellen.

Heute: Die Ordination (S. 150 – 175)

Die Kirche ist Sakrament, Ort der Begegnung zwischen Menschen und mit Gott. Sie ist das in Christus, d.h. von außen, von ihm her. Sie gründet in Taufe und Firmung und wird in der Eucharistie ständig von ihm her erneuert. Diese Bezogenheit in Christus wird auch deutlich gemacht, indem die Personen, denen der Dienst an Wort, Sakrament und Leitung übertragen ist, sakramental bevollmächtigt, eben ordiniert werden. Das ordinierte Amt ist ekklesial-struktureller Ausdruck dafür, dass Menschen sich das Heil nicht selbst machen können, sondern dass es ihnen von außen (ab extra) geschenkt wird.

Die Begriffe „Amt“ und „Dienst“ ergänzen sich gegenseitig. Es ist nach Eva-Maria Faber nicht sinnvoll, den Laien, die in der Kirche arbeiten, allein den Begriff „Dienst“ zuzuwenden: „Beiden Berufsgruppen ist ein Dienst aufgetragen, und der Dienst beider ist amtlicher Dienst“ (S. 152).

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Die Sakramente: Die Weihe (Ordination)

Für den Religionsunterricht der sechsten Klasse sind kurze Umrisse der sieben Sakramente entstanden, die versuchen, in einfacher Sprache und kurzen Sätzen das Wesen und die Feier des jeweiligen Sakraments zu bestimmen.

Als sechstes in der Reihe: die Weihe (Ordination).

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