Wie kommt ein ethisches Urteil zustande?

Ein gültiges ethisches Urteil beruht auf zwei Pfeilern:

  1. Der genauen Kenntnis des Sachverhalts
  2. Der richtigen Anwendung ethischer Prinzipien auf den Sachverhalt

Oder, salopp gesagt: Man muss (1) wissen, um was es geht, und (2) das Urteil begründen können.

Es gibt Beispiele in der (Kirchen-)Geschichte, wo sich bei gleichbleibenden Prinzipien das Urteil im konkreten Anwendungsfall völlig geändert hat, weil sich durch den naturwissenschaftlichen Fortschritt das Verständnis der Sachlage verändert hat.

Vortrag von Prof. Schockenhoff: Veränderungen im Gesundheitswesen

Auf der heutigen Herbstkonferenz des Dekanats Rastatt, die den Titel „Ohne die Kranken ist die Kirche nicht heil. Krankenpastoral“ trug, hat Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff, Freiburg, einen interessanten Vortrag zu den Veränderungen im Gesundheitswesen gehalten.

Ich möchte meinen Mitschrieb hier zur Verfügung stellen. Natürlich gilt das gesprochene Wort!

In drei Feldern stellte Prof. Schockenhoff, der dem Nationalen Ethikrat angehörte und von 2008-2012 stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Ethikrates war, einen Wandel fest, wobei die ersten beiden von den Ursachen her eng zusammengehören.

Weiterlesen