Ekklesiologische Kennzeichen des Hochmittelalters II

Zum ersten Teil.

Andere Aufgaben der Kirche blieben gleich: Kirchen waren nach wie vor gefragt als Grablege der adligen und zunehmend städtisch-bürgerlichen Oberschicht, die nachgeborenen Söhne und Töchter wurden in kirchlichen Führungsaufgaben oder Klöstern versorgt und spielten im Konzert der familiären Politik mit. Da der Bischof immer mehr juristische und administrative Befugnisse an sich zog, konnte er sich nicht mehr ausreichend seinen geistlichen Pflichten widmen. Manche „Bischöfe“ waren gar nicht mehr zum Bischof geweiht, sondern nur zum Subdiakon, und überließen die religiösen Aufgaben, für welche die Bischofsweihe erforderlich war, den sogenannten „Weihbischöfen“.

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Ekklesiologische Kennzeichen des Hochmittelalters I

Zum Frühmittelalter.

Das Hochmittelalter war für die lateinische Kirche eine sehr prägende Zeit. Durch die cluniazensische Reform hatte sie an Schlagkraft und Ansehen gewonnen. Lange und erfolgreich regierende Päpste wie Innozenz III. übten großen Einfluss auf die Politik ihrer Zeit aus.

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