Zusammenfassung von Meinrad Limbeck: alles Leid ist gottlos (20)

Gescheitert

Der Tod Jesu am Kreuz war so ernüchternd, dass man von Anfang versuchte, ihm einen Sinn zu geben.

Als Ursachen für Jesu Kreuzigung werden genannt:

  • der öffentliche Affront im Tempel
  • Kritik am traditionellen Kult, der nicht die Früchte hervorbrachte, nämlich Liebe zum „Bräutigam“ und untereinander

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Zusammenfassung von Meinrad Limbeck: alles Leid ist gottlos (21)

Was dennoch Mut macht zu vertrauen

Jesus war nicht der einzige, der als Lehrer aufgetreten war. Er war aber der einzige, dessen Jünger nach seinem Tod behaupteten, ihr Meister sei auferstanden. Wenn überhaupt, dann glaubten die Juden an eine kollektive Auferweckung. Der Gedanke an eine individuelle Auferweckung Jesu war ungewöhnlich und lag nicht in der Luft.

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Zusammenfassung von Meinrad Limbeck: alles Leid ist gottlos (19)

Wie Gottes Reich gelingt

Jesus hat nie den Priestern, den Beamten, den Großgrundbesitzern und den Bauern gesagt, wie sie sich als Glieder des Gottesreichs verhalten sollen. Er hat Fragen beantwortet und niemanden abgewiesen. Moralische Anweisungen hat er nur seinen Jünger/innen gegeben: nicht zürnen, die Ehe respektieren, vergeben. Der Sitz im Leben seiner Gebote und Anweisungen war der Jüngerkreis.

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Zusammenfassung von Meinrad Limbeck: alles Leid ist gottlos (18)

„Selig die Augen, die sehen …“ (Lk 10,23)

Warum tun wir uns so schwer mit dem Kampf gegen das Leid?

Ein Blick ins Neue Testament: Jesus und Johannes d.T. hatten beide dasselbe Ziel: Carpe diem, so dass das Ende nicht gefürchtet werden muss.

Jesus erlebte dann aber eine Wandlung. Er distanzierte sich nicht von Johannes, verkündete aber den Anbruch des Gottesreichs statt des bevorstehenden Strafgerichts. Er schärfte bei seinen Zuhörern den Blick für das Leben.

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Zusammenfassung von Meinrad Limbeck: alles Leid ist gottlos (17)

Auf dem Weg

(78)

Das Herrschen des Menschen lässt sich durchaus mit Natur-/Tier- und Umweltschutz in Einklang bringen, weil wir Menschen eingebunden sind in einen noch laufenden Prozess. Wir sind ein Teil des Ganzen, in Messgrößen erfassbar (Vgl. George V. Coyne SJ, Astronom des Papstes) und dennoch ungeheuer komplex, im Menschen hat der ordnende Wille „seine (bislang) höchste Verkörperung und Vergegenwärtigung erreicht“ (S. 78). Das Universum erreicht im Menschen die Fähigkeit, sich selbst zu reflektieren. Philosophisch ist der Mensch gewollt.

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Zusammenfassung von Meinrad Limbeck: alles Leid ist gottlos (16)

Der Mensch als Chaosmeister

Der Mensch als Ebenbild und Gleichnis Gottes? Der Mensch wird in Gen 1,1-2,4a als Gottesstatue bezeichnet, wie in Mesopotamien und Ägypten der König, „insofern er die Gottheit machtvoll und tätig repräsentierte“ (S. 73)

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Zusammenfassung von Meinrad Limbeck: alles Leid ist gottlos (15)

Im Chaos – Der Mensch im Leid

Der Mensch als Krone der Schöpfung? Die erste Schöpfungserzählung Gen 1,1-2,4a hat im Laufe der Geschichte die Haltung befördert, der Mensch sei von der Natur abgehoben. Gen 1,1-2,4a bezieht sich aber nicht auf diese konkrete Welt, was man daran sieht, dass alle Vegetarier sind. Diese Anweisung, nur Pflanzen zu verzehren, wird nach der Sintflut aufgehoben (Gen 9,2-4), und zwar in Kampfessprache ausgedrückt, d.h. die reale Welt ist gewalttätig, Kampf und Leid entspricht aber nicht Gottes ursprünglicher Intention!

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Zusammenfassung von Meinrad Limbeck: alles Leid ist gottlos (14)

Unterwegs zum Leben

Limbeck beschreibt die Geschichte der Erdentstehung. Er fasst zusammen:  Nur durch Zufall und Naturgesetze hat sich im Laufe von 1 Mrd. Jahren ein Zustand ergeben, der Proteine und Nukleinsäuren sehr begünstigte, so dass Leben entstehen konnte.

Dann kommt er wieder, wie eingangs, auf den Tsunami vom Dezember 2004 zu sprechen. Er stellt fest: Der Tsunami vom Dezember 2004 hat weltweit sehr viel Hilfsbereitschaft gebracht, das eigentlich Aufregende aber blieb unbeachtet → die Tatsache, dass wir alle in den Prozess der Erde eingebunden sind, der von ihrer Entstehung bis heute läuft, in die Kontinentalverschiebungen, in die Naturvorgänge.

Limbecks Fazit: Die Qualität menschlichen Lebens hängt also fundamental von den uns vorgegebenen Umständen ab. Andererseits: wo es gelingt, Gegebenes miteinander zu vernetzen, so dass neue Lebensmöglichkeiten entstehen, da entsteht Glück.

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Zusammenfassung von Meinrad Limbeck: alles Leid ist gottlos (13)

„Jetzt hat mein Auge dich geschaut!“ (Ijob 42,5)

These: Das Leben bedarf nicht des Menschen

Wenn von Gott und dem Leid die Rede ist, kommt man unweigerlich auf das biblische Buch Ijob zu sprechen. Limbeck stellt fest: Unabhängig von der Frage, ob es Ijob historisch je gegeben hat, seine Situation ist zu jeder Zeit und überall ein Thema.

Wie Ijob (Ijob 38,19f..31-38;39,26f.;40,25-28) wird uns klar: „Wir können nicht im Ernst davon ausgehen, dass wir Menschen die eigentlich sinngebende und bestimmende Instanz für den Kosmos sein könnten“ (S. 63).

Limbeck relativiert also die Stellung des Menschen im Ganzen, im Kosmos.

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Zusammenfassung von Meinrad Limbeck: alles Leid ist gottlos (12)

Gottes Zorn – ein Hirngespinst

Manche Menschen versuchen, sich Leid durch Gottes Zorn zu erklären, was dem Leid die Sinnlosigkeit nehmen soll, außerdem hält Gottes Zorn nicht ewig an, und das soll Hoffnung geben. In vielen Schichten der Bibel ist nicht vom Zorn Gottes die Rede. Die Vorstellung von Gottes Zorn ist wahrscheinlich von außen ins Volk Israel gedrungen, es gibt Belege aus Mesopotamien, Ägypten, Moab.

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