Die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre IV

> Zum Teil 1

Der Schlussteil der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre betont noch einmal, dass die unterschiedlichen Ausprägungen der Konfessionen den gemeinsamen Grundkonsens im Hinblick auf die Rechtfertigungslehre nicht aufheben, die gegenseitigen Lehrverurteilungen (in dieser Hinsicht) den heutigen Partner also nicht mehr treffen. Freilich heißt es auch, dass diese Lehrverurteilungen nicht einfach gegenstandslos waren, sondern als Warnungen auch für heute beachtet werden sollen. Das im Konsens niedergelegte gemeinsame Grundverständnis soll und muss sich in Leben und Lehre der Kirchen auswirken und ist als Grundlage geeignet für weitere gemeinsame Klärungen in anderen strittigen Fragen.

Die Erklärung schließt mit Dank an Gott, verbunden mit dem Wunsch, weitere Schritte zur Überwindung der Kirchenspaltung möglich zu machen.

 

Die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre III

> Zum Teil 1

Der 4.Abschnitt der Gemeinsamen Erklärung entfaltet die Lehre von der Rechtfertigung, so dass die je unterschiedliche Ausprägung bzw. unterschiedliche Akzentsetzungen auf katholischer und lutherischer Seite auf den gemeinsamen Grundkonsens bezogen sind.

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Die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre II

> Zum Teil 1

Der 3.Abschnitt der Gemeinsamen Erklärung stellt den gemeinsamen Grundkonsens fest und dar, von dem behauptet wird, dass die unterschiedlichen Ausprägungen in den Details damit vereinbar seien.

Dieser Grundkonsens umfasst die folgenden Inhalte:

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Die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre

Im Jahr 1999 wurde die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre zwischen der katholischen Kirche und dem Lutherischen Weltbund unterzeichnet. 482 Jahre, nachdem Martin Luther die 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche von Wittenberg genagelt haben soll, wurde damit ein Streitpunkt, der zeitweise als der trennende Unterschied schlechthin empfunden worden war, einvernehmlich geklärt.

Ich möchte die Gemeinsame Erklärung im folgenden kurz nachzeichnen.

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Rechtfertigung bei Martin Luther

Zum ersten Beitrag

Bei Martin Luther

Martin Luther, so hat man festgestellt, hat Thomas von Aquin über seine Lehrer meist getreulich überliefert bekommen, in der Gnadenlehre jedoch nicht.

Er lehnt daher die Gnadenlehre, wie er sie in ihrer spätscholastischen Form über die via moderna kennenlernt, völlig ab. Besonders drei Aspekte sind ihm ein Dorn im Auge:

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Rechtfertigung von Augustinus bis Thomas

Zum ersten Beitrag

Augustinus

Wichtig ist Augustinus: Die Gnade Gottes kommt zuvor (selbst vor der Sehnsucht nach ihr) und wirkt. Die bleibende Widerwilligkeit gegen Gott wird zeitlebens nicht überwunden, aber auch nicht angerechnet. Was die Mitwirkung des Menschen angeht, so legt Augustinus Wert darauf, dass die Gnade Gottes mit uns zum Heil beiträgt, nicht umgekehrt, d.h. die Mitwirkung des Menschen steht an zweiter Stelle.

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Rechtfertigung im NT

Im NT kommen Begriff und Konzept von Rechtfertigung überwiegend bei Paulus vor, gering noch von ihm abhängiger Literatur.

Bei Paulus

Das Konzept Rechtfertigung hat einen zentralen Stellenwert, in der Forschung umstritten ist aber: Steht die Rechtfertigungslehre eher am Anfang oder eher am Ende seines theologischen Denkens? Denkt er wirklich von der Rechtfertigung her oder ist diese nur ein Unterpunkt der Christologie?

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Rechtfertigung – Begriff und biblische Fundierung im AT

Die Rechtfertigungslehre war (ist) ein Streit zwischen den Konfessionen. Was hat es damit auf sich? Der Begriff „Rechtfertigung“ ist ja im spezifisch theologischen Sprachgebrauch ungebräuchlich geworden.

Für einen theologischen Gesprächsabend in unserer Seelsorgeeinheit habe ich mich damit befasst.

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