Pro und Contra Gottesglauben

Im Religionsunterricht der 9.Klasse habe ich mit den Schülerinnen und Schülern gesammelt, welche Gründe für den Glauben an einen Gott sprechen, und welche Gründe es geben mag, den Glauben an Gott nicht als sinnvoll anzusehen.

Dabei sind die Schülerinnen und Schüler von sich aus auf viele interessante Argumente gestoßen, die in der Vergangenheit in dieser oder einer ähnlichen Form diskutiert wurden und werden.

Nun die Argumente im einzelnen:

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Gottesbilder

Im Religionsunterricht der 9.Klasse habe ich die Schüler/innen gefragt, was ihnen spontan einfällt, wenn sie das Wort „Gott“ hören.

Die Antworten lassen sich in folgende Kategorien gliedern:

  • Eigenschaften Gottes: mächtig, vertrauenswürdig
  • Handeln Gottes: gibt Kraft, hört zu, ist für einen da, beschützt, kann das Leben von Menschen verändern, verzeiht, bewahrt die Welt
  • Vorstellungen und Titel: Herr des Lebens, Vater, Engel als Mitarbeiter, höheres Wesen, Erschaffer der Welt, lebt im Himmel
  • Mit Gott in Beziehung treten: Beten
  • Weitere Assoziationen: in vielen Religionen, Leben nach dem Tod, Jesus ist Gottes Sohn, Hölle, Atheismus, Gotteslästerung, Glaube,Kirche

Interessant ist, dass die Schüler/innen durchweg in der christlichen Gottesvorstellung zu Hause sind, auch wenn sie sich selbst zum Teil nicht als gläubig ansehen. Viele haben ein positives Gottesbild, in dem man Beziehung zu Gott aufnehmen kann und er sich dem Menschen wohlwollend und barmherzig zuwendet.

Was Schüler/innen glauben, Teil 6

Im Religionsunterricht der 5.Klasse habe ich die Schüler/innen nach ihrem Glauben gefragt, und zwar anhand des Glaubensbekenntnisses nach Vater, Sohn und hl. Geist.

(zum Teil 1)

Nach der offenen Formulierung „Ich hoffe …“ nun die Frage nach der ganz großen Hoffnung, was nach dem Tod kommt. Auch hier unterscheiden sich die Antworten, die große Mehrheit hofft aber schon, dass es ein Leben nach dem Tod gibt.

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Was Schüler/innen glauben, Teil 5

Im Religionsunterricht der 5.Klasse habe ich die Schüler/innen nach ihrem Glauben gefragt, und zwar anhand des Glaubensbekenntnisses nach Vater, Sohn und hl. Geist.

(zum Teil 1)

Für mich ist der dritte Teil des Glaubensbekenntnisses ganz stark mit dem verknüpft, was ich hoffe. Daher habe ich die Schülerinnen und Schüler auch nach ihrer Hoffnung befragt.

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Was Schüler/innen glauben, Teil 4

Im Religionsunterricht der 5.Klasse habe ich die Schüler/innen nach ihrem Glauben gefragt, und zwar anhand des Glaubensbekenntnisses nach Vater, Sohn und hl. Geist.

(zum Teil 1)

Auch nach ihrem Verhältnis zu Kirche wurden die Schüler/innen befragt.

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Was Schüler/innen glauben, Teil 3

Im Religionsunterricht der 5.Klasse habe ich die Schüler/innen nach ihrem Glauben gefragt, und zwar anhand des Glaubensbekenntnisses nach Vater, Sohn und hl. Geist.

(zum Teil 1)

Dann wurden die Schüler/innen darüber befragt, was ihnen als erstes einfällt, wenn sie an Jesus denken. Das waren die Antworten:

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Was Schüler/innen glauben, Teil 2

Im Religionsunterricht der 5.Klasse habe ich die Schüler/innen nach ihrem Glauben gefragt, und zwar anhand des Glaubensbekenntnisses nach Vater, Sohn und hl. Geist.

(zum Teil 1)

Die Schüler sollten auch Eigenschaften Gottes aufschreiben, auch diese Zusammenstellung ist interessant.

Gott ist

  • hilfsbereit (9x)
  • lieb, liebenswert (6x)
  • nett (6x)
  • toll (4x)
  • gut (4x)
  • glücklich, fröhlich, lustig (4x)
  • cool (3x)
  • immer da (3x)
  • väterlich (3x)
  • groß, großartig (2x)
  • vertraut (2x)
  • gerecht
  • vollkommen
  • brav
  • ordentlich
  • nicht zornig

Es ist festzustellen, dass alle Kinder (sehr) positive Gottesbilder haben. An der Spitze steht der helfende Aspekt Gottes, auf den sie vertrauen. Traditionelle Zuschreibungen wie „gerecht“ und „treu“ oder „vollkommen“ tauchen allerdings nur einmal bzw. gar nicht auf. Wie die Eigenschaften „nett“ und „brav“ zeigen, ist das Gottesbild entwicklungsfähig, eine Problematisierung in Richtung Theodizeefrage hat noch nicht stattgefunden.

Was Schüler/innen glauben, Teil 1

Im Religionsunterricht der 5.Klasse habe ich die Schüler/innen nach ihrem Glauben gefragt, und zwar anhand des Glaubensbekenntnisses nach Vater, Sohn und hl. Geist.

Auf den Satzanfang „Gott ist für mich wie …“ haben die Schüler/innen geschrieben:

  • Vater (7 mal)
  • ein Beschützer (5 mal)
  • ein Verwandter, ein Familienmitglied (z.B. Schwester, Bruder) (4 mal)
  • eine helfende Hand (4 mal)
  • ein Schutzengel (4 mal)
  • ein Freund (der zuhört) (2 mal)
  • eine Mutter
  • ein zweiter Vater oder eine zweite Mutter
  • ein Schirm, ein Haus
  • ein Schulkamerad
  • ein Halt
  • ein Heiler, der alle heilt
  • ein Mensch, und wenn es mir schlecht geht, ist er wie eine Sonne, die für mich scheint und lacht
  • ein Hund (?)

Insgesamt stehen also vertraute und liebe Menschen als Gottesbild zur Verfügung, das traditionelle „Vater“ an der Spitze. Prominent sind auch beschützende Aspekte.

Schülergebete

In der 9.Klasse der Realschule hatte ich heute die Aufgabe gestellt, eigene Gebete zu formulieren (Hier die Arbeitsanweisung). Obwohl sich einige Schüler/innen am Anfang schwertaten, kamen doch viele bemerkenswerte Gebetsformulierungen heraus, traditionell anmutende Gebete und ganz unkonventionelle, Bitten für sich und andere, Dank für ganz spezielle Situationen oder allgemein für das Leben.

Drei Schüler/innen haben mir die Erlaubnis gegeben, ihre Gebete beispielhaft hier zu veröffentlichen:

Lieber Gott,
danke, dass du mich erschaffen hast,
danke, dass du jeden Tag bei mir bist,
danke, dass ich dir alles sagen kann und du mir immer zuhörst.
Bitte sei auch weiterhin an meiner Seite
und lasse mich nicht alleine.
Bitte lasse es meiner Familie und mir, allen Menschen auf der Welt weiterhin gut gehen.

(Lea Heck)

 

Guter Gott,
ich danke dir, dass du immer bei mir bist,
dass du immer für mich da bist,
dass du mir hilfst, wenn ich dich brauche,
dass du mir Kraft gibst, wenn ich geschwächt bin.
Bitte sei für meine Freunde und Familie da, wenn sie dich brauchen.
Amen.

(Erik Bischof)

 Lieber Gott,
ich danke dir für dein Da-Sein und dass ich leben darf.
Und ich bitte darum, dass ich noch lange Zeit auf der Erde leben darf
und dass du mich während meiner langen Wege noch begleiten wirst.
Amen.

(Monique-Christin Krensel)

Medienportal der katholischen und evangelischen Medienzentralen

Ein Hinweis für alle, die im Religionsunterricht tätig sind:

Unter http://www.medienzentralen.de/ kann man sich registrieren und hat dann Zugriff auf eine ständig wachsende Anzahl von Medien (z.B. Filme), die man legal zu Unterrichtszwecken herunterladen und zeigen darf. Ich habe das selbst schon ausprobiert und bin begeistert! Ich finde das sehr praktisch, da ich sowieso immer wieder mit Laptop und Beamer in der Schule zugange bin.