Begrüßung der Gemeinde – Varianten

Zum vorhergehenden Beitrag dieser Reihe.

 

Das deutschsprachige Messbuch bietet sieben alternative Begrüßungsformeln an. Die Antwort der Gemeinde („Und mit deinem Geiste“) und das „sei mit euch“ bleiben dabei gleich. Von diesen sieben werden in der Praxis jedoch die meisten kaum verwendet, das lateinische Missale Romanum enthält drei Begrüßungsformeln, von denen nur eine im Ordo steht, die anderen in einem Anhang. Es handelt sich also um deutschsprachiges Sondergut.

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Der Herr sei mit euch – und mit deinem Geiste

Zum vorhergehenden Beitrag dieser Reihe.

Die Wendung „Der Herr sei mit euch“ mit der entsprechenden Antwort „und mit deinem Geiste“ kommt in der Eucharistiefeier an vier Stellen vor.

Der Satz „Der Herr sei mit euch“ ist eine wörtliche Übernahme aus der Bibel (2 Thess 3,16; Lk 1,28 im Singular; vgl. auch 2 Tim 4,22) und steht der Gattung des Segensspruchs nahe.

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Die Ekklesiologie von Medard Kehl, Teil 2

Zum ersten Teil.

Kehl versucht Kirche als „kommunikative Einheit“ zu begreifen und bezieht sich dabei auf Anregungen aus der Kommunikationsforschung. Kirche ist der Lebensraum, innerhalb dessen sich die einzelnen miteinander über ihren Glauben verständigen und gemeinsam darin wachsen.

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Die Ekklesiologie von Medard Kehl, Teil 1

Medard Kehl hat in „Die Kirche. Eine katholische Ekklesiologie“ (Würzburg 2001) ein bestimmtes Modell von Ekklesiologie entwickelt. Er versucht, das II.Vaticanum aufzunehmen und seine großen Linien in die Gegenwart auszuziehen. Für ein Seminar habe ich versucht, sein Kirchenmodell kurz und knapp zusammenzufassen.

Bevorzugtes Kirchenbild: Miteinander auf dem Weg

  • Kirche ist noch nicht fertig (heilig und sündig); heilig, weil von Gott erfüllt; sündig, weil aus Menschen mit Fehlern und Unvollkommenheiten bestehend.
  • Communio (Gemeinschaft) von Gott her.
  • Alle haben Anteil an Kirche (keine „Klerikerveranstaltung“); alle haben die gleiche Würde.

Die vom II.Vaticanum vorgelegte trinitarische Struktur der Kirche legt Medard Kehl in folgende Dimensionen aus:

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Amen

Ich habe den ersten, in diesem Jahr erschienenen Band der Reihe „Gemeinsam vor Gott treten. Die Liturgie mit biblischen Augen betrachten.“, herausgegeben von Birgit Jeggle-Merz, Walter Kirchschläger und Jörg Müller, geschenkt bekommen.

Ich finde das Buch ein sehr interessantes Unterfangen und möchte in loser Folge den Beitrag zu dem einen oder anderen Element der hl. Messe in hoffentlich verständlicher Weise wiedergeben.

Das Wort „Amen“ ist charakteristisch für christliches Beten, und ein in allen Sprachen unübersetzt bleibendes hebräisches Wort. Es wurde seit dem Anfang des Christentums ununterbrochen gebraucht und stellt so einen Zusammenhang zum Ursprung des christlichen Glaubens im Judentum her.

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Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Ich habe den ersten, in diesem Jahr erschienenen Band der Reihe „Gemeinsam vor Gott treten. Die Liturgie mit biblischen Augen betrachten.“, herausgegeben von Birgit Jeggle-Merz, Walter Kirchschläger und Jörg Müller, geschenkt bekommen.

Ich finde das Buch ein sehr interessantes Unterfangen und möchte in loser Folge den Beitrag zu dem einen oder anderen Element der hl. Messe in hoffentlich verständlicher Weise wiedergeben.

Die Worte der Formel „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ finden sich im Schlusskapitel des Matthäusevangeliums und damit an wichtiger und prominenter Stelle. Jesus spricht als der Weltenherrscher und gibt den Jüngerinnen und Jüngern den Auftrag, alle „auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ zu taufen, und er versichert sie seiner bleibenden Gegenwart.

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Maria – die „Mutter Gottes“?

Maria ist die Mutter Jesu, soviel ist klar. Aber warum wird sie die „Mutter Gottes“ genannt?

Leider gibt es auf die Frage keine kurze Antwort, denn sie führt mitten hinein in die Ursprungsfrage des
Christentums: Wer war, wer ist Jesus?

Auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlichem Akzent versuchen die Evangelien darauf eine Antwort zu geben.
Alle vier Evangelisten sind sich einig, dass Jesus ganz und gar ein Mensch war. Er hat gegessen und getrunken, geliebt und gestritten und er ist – darauf legen alle sehr viel Wert – wirklich am Kreuz hingerichtet worden, gestorben und begraben worden.
Und natürlich wird ein richtiger Mensch auch von einer richtigen Mutter geboren, und das ist Maria. Sie ist die Mutter Jesu.

Genauso einig sind sich die Evangelien aber auch, dass Jesus nicht nur ein Prophet war, ein Heiler oder Prediger. Das war er sicher auch, aber noch viel mehr. Durch Jesus, so die Überzeugung derer, die ihn erlebt haben, konnte man Gott selbst erfahren, konnte man mit Gott direkt in Kontakt treten. Die Beziehung zwischen Jesus und Gott, den er seinen Vater im Himmel nannte, war anders als die zwischen den anderen Menschen und Gott, einzigartig.

Und Jesus ist nicht im Tod geblieben, sondern an Ostern auferweckt worden, zu neuem, ewigen Leben.

In einem Vergleich könnte man sagen: wie durch ein ganz reines Glas hat durch Jesus das Licht Gottes in diese Welt hineingestrahlt. Daher nennen die Evangelien Jesus den „Sohn Gottes“, den „Messias“ (übersetzt ins Lateinische: Christus) und den „Herrn“ (die Bezeichnung „Herr“ war im Alten Testament Gott selbst vorbehalten!). Und das war er von ganz von Anfang seiner Existenz an, also vom Augenblick der Empfängnis.

Es hat eine Weile und sehr viele Konflikte gebraucht, um diese beiden Pole gedanklich und begrifflich einigermaßen zu verarbeiten.
Herausgekommen ist ein Mysterium, ein Geheimnis, das man zwar umschreiben, aber nicht vollständig verstehen kann, dass es zwar nur einen Gott gibt, dieser in sich aber nicht monolithisch ist, sondern Dynamik und Bewegung, und dass sich drei „Personen“ unterscheiden lassen (aber nicht drei Götter!): der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Jesus ist der menschgewordene Gottessohn, die zweite Person des dreieinigen Gottes. Insofern in Jesus Gott in dieser Welt konkret Mensch wurde, ist Maria die Mutter Gottes für diese Welt.

Sie ist, darauf hat die Bischofsversammlung von Ephesus (431 n.Chr.), die diesen Glaubenssatz definiert hat, Wert gelegt, nicht die Mutter der Dreifaltigkeit oder gar selbst eine Göttin. Jesus hat von ihr nur seine menschliche Seite bekommen.

Die Aussage von der Gottesmutterschaft Marias enthält im Übrigen eine ganz starke spirituelle Aufforderung an die Kirche und jeden Christen (das hat das II.Vatikanische Konzil herausgearbeitet): so wie durch Maria, ihren Glauben und ihre freiwillige Bereitschaft, Gott in dieser Welt konkret wurde, so soll durch die Kirche und das Leben jedes einzelnen Christen Gottes Liebe jetzt und heute konkret werden, nicht mehr als
Person, als Mensch (da war und ist Jesus einzigartig), sondern in Taten und Worten.