Unitatis Redintegratio (UR), Kap. 3 – die Kirchen des Abendlandes

► Zum ersten Teil.

In den Kapiteln 19-24 wendet sich das Konzil dann den Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften des Abendlandes zu, d.h. den aus der Reformation hervorgegangenen Konfessionen. Zu Beginn steht die Feststellung, dass eine besondere Bande in der gemeinsamen langen Geschichte bestünde, die Christen in der einen Kirche im Abendland zurückgelegt haben.

Eine genaue Einteilung oder Beschreibung dieser Konfessionen kann oder will das Konzilsdokument nicht geben, dazu seien die Unterschiede zwischen ihnen – und zwischen diesen und der katholischen Kirche zu schwerwiegend und zu groß.

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Unitatis Redintegratio (UR), Kap. 3 – die orientalischen Kirchen

► Zum ersten Teil.

Das dritte Kapitel ist überschrieben mit „Die vom Römischen Apostolischen Stuhl getrennten Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften“. Es enthält die Abschnitte 13-24 der laufenden Zählung und unterscheidet die orientalischen Kirchen von den aus der Reformation hervorgegangenen abendländischen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften.

Zunächst wird im Kapitel 13 diese Unterscheidung eingeführt. Zuerst kam es zu Spaltungen mit den monophysitischen Kirchen im 4.Jahrhundert und den orthodoxen Kirchen im 11.Jahrhundert, dann die Reformation im 16.Jahrhundert. Die Sonderstellung der anglikanischen Kirche wird erwähnt. Die Trennung, so wird gesagt, erfolgte aufgrund sehr verschiedener Umstände, und auch die Art und Weise der heutigen Unterschiede ist jeweils anders gelagert.

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Unitatis Redintegratio (UR), Kap. 2

► Zum ersten Teil.

Das zweite Kapitel, das mit „Die praktische Verwirklichung des Ökumenismus“ überschrieben ist, enthält die Abschnitte 5-12 in der laufenden Zählung.

Im Abschnitt 5 wird betont, dass die Ökumene Sache der ganzen Kirche, also sowohl von Hirten wie aller Gläubigen ist, und dass es eine geschwisterliche (der Text sagt: brüderliche) Verbindung unter allen Christen gibt.

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Unitatis Redintegratio (UR), Kap. 1

► Zum ersten Teil.

Das erste Kapitel, das auf das Vorwort folgt, enthält drei lange Abschnitte. Es ist überschrieben mit „Die katholischen Prinzipien des Ökumenismus“ (besser: der ökumenischen Bewegung).

Der erste Abschnitt zitiert Joh 17,21 „dass alle eins seien“ und erklärt, dass Christus das Sakrament der Eucharistie gestiftet habe, das die Einheit der Kirche bezeichnet und bewirkt. Außerdem wird das Gebot der Liebe und die Gabe des Heiligen Geistes genannt. Der Heilige Geist ist das Prinzip der Einheit der Kirche.

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Unitatis Redintegratio (UR)

Das Dekret über die Ökumenische Bewegung des II.Vaticanums wurde am 21.November 1964 mit 2137 zu 11 Stimmen angenommen und feierlich verkündet. Der Volltext findet sich auf deutsch unter http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_decree_19641121_unitatis-redintegratio_ge.html

Dort trägt das Dokument den Titel „Über den Ökumenismus“, was in der Tat wenig glücklich ist. Ich verwende daher lieber den Begriff „Über die Ökumenische Bewegung“, wie es K. Rahner und H. Vorgrimler im Vorwort zu „Unitatis Redintegratio“ vorschlagen (K. Rahner, H. Vorgrimler (Hg.): Kleines Konzilskompendium. Sämtliche Texte des Zweiten Vatikanums mit Einführungen und ausführlichem Sachregister, Freiburg 20.Aufl. 1987, 217).

In diesem und den folgenden Beiträgen soll das Dekret zusammenfassend vorgestellt werden.

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